gelassen spazieren zwischen den Abfällen der 80´er, 90´er, 00der, kein Jahrzehnt ist sich zu Schade hier einen Müllberg hinzuzufügen und dann wird das Leben genannt. Im schrecklich Schönen haust ein Geist? Nein hier wohnen Menschen. Irgendwo hinter der Eisenfassade eine große Tür mit 100 Klingeln. Ein Kind fährt Fahrrad und ich vermute Illegales, wo es doch nur dem gewohnten Spiel nachgeht. Vor und zurück und vor und zurück in immergleicher Gleichart zwischen immer gleichem Baukastenprinzip, was sich vertikal fortsetzt, bis ins Blau eines sonnigen Himmels. Was weiß der von so viel Häßlichkeit? Ungeniert kramt die Erinnerung nach Vergleichbarem, aber da ist nichts, nur die Faszination der Ruine, oder doch “Palast der Republik”, nur das der mal schön war. War er das? Ja, nein, ja, ja, ja, aj einn inen nie n a na, vielleicht doch und hier nur die Reste einer Vision, die schon ausgeträumt war, bevor sie blühen konnte.



Ich muss gleich an Walter Adolf Gropius denken und an den Ludwig Mies van der Rohe und an Geschäftemacher die Nachhaltigkeit so verstehen, indem sie sich viele Autos und Häuser auf Malle kaufen. Aber doch, wie so schön von dir formuliert, blitzt die Ruinenromatik hervor. Vielleicht steckt sie in jedem zivilisierten Leben, evtl. um so mehr in der Postnachkriegsgeneration, wenn man es so bezeichnen kann. So richtig habe ich das auch noch nicht für mich begründet, ich als urbanes Ostkind, das mit Ruinen groß geworden ist, fand es schon immer hipp Ruinen anzuschauen. Aber eher aus dem musealen Aspekt und dem Reiz des Unbekannten, Transformation unzivilisierter Selbstbestimmung der Natur, Verweste Geschichten der Menschheit usw. Ein fantastischer Mutterboden für Gedanken.
das hast du schön geschrieben, der “Mutterboden für Gedanken”, auf jedenfall eine Quelle für Inspiration, immer wieder aufs Neue, was war da mal und was könnte dort sein.. verblüffend auch dass das Ihme-Zentrum zum Brutalismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Brutalismus dazugezählt wird.. irgendwie schräg, dieser Name und ich fühle mich leicht an Clemens Personenschöpfung erinnert, sollte jemand eine deartige Abneigung gegen das Ihmezenrum haben, dass er einen Stil erfindet, der so treffsicher benannt ist?